Anleitung · ANNA für Windows & Android
Vom Tablet direkt
ins Praxisnetz.
Richten Sie einen Windows-Ordner als SMB-Freigabe ein. ANNA kann anschließend Anamnesen als PDF oder TXT vom Windows-PC oder Android-Tablet dorthin übertragen.
Sie benötigen Administratorrechte für die Einrichtung der Windows-Freigabe. Die Übertragung steht in ANNA für Windows ab Build 39 und für Android ab Build 3 zur Verfügung, nicht im normalen Website-Browser.
C:\export\\192.168.1.20\exportAlle Namen und Adressen sind Beispiele. Ersetzen Sie 192.168.1.20 und PRAXIS-PC durch die Daten Ihres Rechners. Verwenden Sie ein eigenes Passwort.
Schritt 1 · Windows
Rechner und Tablet verbinden
Der Windows-Rechner muss eingeschaltet und vom Tablet erreichbar sein. Verbinden Sie beide mit dem Praxisnetz. Ein Gäste-WLAN kann den Zugriff auf andere Geräte blockieren.
Bei einem nicht durch eine Domäne verwalteten Rechner öffnen Sie Einstellungen → Netzwerk und Internet → WLAN oder Ethernet → Eigenschaften. Stellen Sie das vertrauenswürdige Praxisnetz auf Privates Netzwerk. In einem verwalteten Domänennetz übernimmt die IT diese Einstellung.
Öffnen Sie über die Windows-Suche die Erweiterten Freigabeeinstellungen. Die kennwortgeschützte Freigabe bleibt eingeschaltet. Für eine Verbindung über die IP-Adresse ist die Netzwerkerkennung nicht erforderlich.
Schritt 2 · Windows
Eigenen Benutzer anlegen
Nutzen Sie für die Übertragung ein separates Standardkonto, zum Beispiel ANNAExport. Dieses Konto benötigt keine Administratorrechte.
- In der Windows-Suche Terminal suchen und mit der rechten Maustaste Als Administrator ausführen wählen.
- Den folgenden Befehl eingeben. Windows fragt das neue Passwort zweimal ab; während der Eingabe werden keine Zeichen angezeigt.
net user ANNAExport * /addExistiert das Konto bereits, legen Sie es nicht erneut an. Zum Ändern seines Passworts verwenden Sie:
net user ANNAExport *Das Passwort danach auch in ANNA aktualisieren. Gemeint ist das Windows-Kontopasswort, nicht eine Windows-Hello-PIN und nicht der ANNA-Entsperrcode.
Schritt 3 · Windows
Ordner und Schreibrechte einrichten
- Im Datei-Explorer auf Laufwerk C: den Ordner
exporterstellen. FallsC:\exportbereits existiert, dessen Inhalte beibehalten. - Rechtsklick auf den Ordner → Eigenschaften → Sicherheit → Bearbeiten → Hinzufügen.
- Unter Suchpfade den lokalen Rechner wählen.
ANNAExporteingeben, Namen überprüfen und bestätigen. Unter Zulassen das Recht Ändern vergeben und übernehmen. - Zum Reiter Freigabe → Erweiterte Freigabe wechseln. Diesen Ordner freigeben aktivieren und als Freigabenamen
exporteintragen. - Unter Berechtigungen denselben Benutzer hinzufügen. Ändern und Lesen erlauben; Vollzugriff wird für ANNA nicht benötigt.
- Falls dort Jeder als Freigabeberechtigung steht, diesen Eintrag nach dem Hinzufügen der benötigten Benutzer entfernen. Berechtigte Praxisbenutzer bei Bedarf ausdrücklich ergänzen. Alle Dialoge mit Übernehmen / OK bestätigen.
Schritt 4 · Windows
Verschlüsselung und Firewall einstellen
Die Android-App verlangt verschlüsseltes SMB 3. Für Windows schalten Sie die Verschlüsselung ebenfalls an der Freigabe ein. Öffnen Sie Windows PowerShell als Administrator und geben Sie für die soeben erstellte Freigabe ein:
Set-SmbShare -Name "export" -EncryptData $true -CachingMode NoneEine mögliche Bestätigungsabfrage bestätigen. Der Befehl erzwingt die SMB-Verschlüsselung und schaltet Windows-Offlinekopien für diese Freigabe ab. Zur Kontrolle:
Get-SmbShare -Name "export" | Select-Object Name, Path, EncryptData, CachingModeErwartet werden der richtige Ordner, EncryptData: True und CachingMode: None.
Sofern keine passende Firewallregel vorhanden ist, kann Ihre IT mit diesem PowerShell-Befehl eine eingehende Regel für das lokale Subnetz auf privaten bzw. Domänennetzwerken erstellen:
New-NetFirewallRule -DisplayName "ANNA SMB im Praxisnetz" `
-Direction Inbound -Action Allow -Protocol TCP -LocalPort 445 `
-RemoteAddress LocalSubnet -Profile Private,DomainBestehende Regeln werden dadurch nicht eingeschränkt; Ihre IT sollte bereits vorhandene, weiter gefasste Freigaben prüfen. Bei getrennten Praxis-Subnetzen muss die IT die erlaubten Tablet-Adressen passend festlegen.
Schritt 5 · Windows
Rechnername und IP-Adresse nachsehen
Im Terminal zeigt hostname den Rechnernamen. Mit ipconfig finden Sie die IPv4-Adresse des aktiven WLAN- oder Ethernet-Adapters. VPN- und virtuelle Adapter können weitere Adressen anzeigen.
| Angabe | Beispiel |
|---|---|
| Lokaler Ordner auf dem PC | C:\export |
| Freigabepfad mit Rechnername | \\PRAXIS-PC\export |
| Freigabepfad mit IP-Adresse | \\192.168.1.20\export |
Der lokale Pfad C:\export ist kein Netzwerkpfad. Damit die Adresse gleich bleibt, kann Ihre IT im Router eine feste DHCP-Zuweisung für den Rechner hinterlegen.
Schritt 6 · Android-Tablet
Freigabe in ANNA eintragen
ANNA entsperren und Einstellungen → Netzwerkübertragung · Windows-Freigabe öffnen. Netzwerkübertragung aktivieren einschalten und die Angaben Ihres Rechners eintragen:
| Feld in ANNA | Beispiel / Bedeutung |
|---|---|
| Server / IP-Adresse oder vollständiger Freigabepfad | 192.168.1.20 |
| Freigabename | export |
| Windows-Benutzer | ANNAExport |
| Domäne / Windows-Rechnername (optional) | PRAXIS-PC – bei diesem lokalen Konto der Rechnername aus Schritt 5 |
| Windows-Passwort | Das in Schritt 2 festgelegte Passwort |
| Unterordner in der Freigabe (optional) | Für den ersten Test leer lassen |
| Dateiformat für die Netzwerkübertragung | PDF oder TXT |
| SMB-Port · Erweiterte Verbindungseinstellungen | 445 |
- Verbindung testen antippen. ANNA prüft Anmeldung, Verschlüsselung und Schreibzugriff mit einer temporären Testdatei ohne Patientendaten.
- Bei erfolgreichem Test auf Speichern tippen.
- Für automatische Exporte Nach Abschluss der Anamnese automatisch übertragen aktivieren und speichern. Alternativ im entsperrten Ergebnisfenster Speichern verwenden.
- Eine Anamnese mit fiktiven Testdaten abschließen. Am Windows-Rechner in
C:\exportprüfen, ob die PDF- oder TXT-Datei angekommen ist.
Die Anmeldung verwendet den Windows-Benutzer des Zielrechners, nicht die Euvejo-Email. Die SMB-Übertragung erfolgt im Praxisnetz direkt zum Windows-Rechner und läuft nicht über den Euvejo-Router.
Schritt 7 · Windows-App ab Build 39
Netzwerkordner in ANNA für Windows verbinden
Die Schritte 1 bis 5 werden auf dem Rechner ausgeführt, der den Ordner bereitstellt. Öffnen Sie danach auf dem PC mit ANNA Einstellungen → Netzwerkübertragung.
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| Windows-Freigabepfad | \\192.168.1.20\export oder \\PRAXIS-PC\export |
| Windows-Benutzer | ANNAExport |
| Domäne / Windows-Rechnername | PRAXIS-PC – Rechner mit dem freigegebenen Ordner |
| Windows-Kontopasswort | Passwort dieses Kontos, keine Windows-PIN |
| Dateiformat | PDF oder TXT |
Wenn Ihre aktuelle Windows-Anmeldung bereits Zugriff hat, Benutzer, Domäne und Passwort leer lassen. Gespeicherte Zugangsdaten sind verschlüsselt; ein leeres Passwortfeld behält ein vorhandenes Passwort bei. Zum Wechsel auf die aktuelle Windows-Anmeldung Benutzer und Domäne leeren und „Gespeichertes Netzwerkpasswort entfernen“ aktivieren.
- Netzwerkübertragung aktivieren einschalten und den vollständigen Freigabepfad eintragen. Anders als unter Android werden Server und Freigabename unter Windows in einem Feld angegeben.
- Verbindung testen wählen. Der Test prüft Lesen und Schreiben mit einer temporären Datei ohne Patientendaten.
- Mit Speichern übernehmen. Für automatische Exporte Nach Abschluss der Anamnese automatisch ins Praxisnetz übertragen wählen.
- Eine abgeschlossene Anamnese kann im entsperrten Ergebnis oder Anamnesearchiv manuell mit Speichern gesendet werden.
Gilt für Sprachgespräch und beide Fragebögen. Der ursprüngliche verschlüsselte Archivstand bleibt lokal erhalten; die Freigabe erhält PDF-/TXT-Dateien. Korrekturen derselben Anamnese aktualisieren die zugehörige Datei. Falls die Verbindung fehlschlägt, nach Beheben des Problems manuell aus dem Archiv erneut übertragen. Es gibt unter Windows keine automatische Nachversandwarteschlange.
Wenn es nicht sofort klappt
Häufige Probleme lösen
Der Rechner wird nicht erreicht
Rechner einschalten, Ruhezustand beenden und die aktuelle IP-Adresse prüfen. Das Tablet darf nicht durch Gäste-WLAN oder Geräteisolation vom Rechner getrennt sein. Netzwerkprofil, Firewall und Port 445 prüfen lassen. Bei Verwendung einer IP-Adresse ist eine fehlende Anzeige im Explorer unter „Netzwerk“ allein kein Fehler.
Anmeldung fehlgeschlagen oder Passwort falsch
Lokalen Windows-Benutzer, Rechnername und Passwort prüfen. Keine Windows-PIN und keinen ANNA-Entsperrcode verwenden. Nach einer Passwortänderung das neue Passwort in ANNA eingeben und speichern. Bei gesperrtem Konto die IT kontaktieren. Danach „Verbindung testen“ erneut ausführen.
Zugriff verweigert oder keine Schreibrechte
Die Rechte unter „Sicherheit“ und in der „Erweiterten Freigabe“ müssen beide passen. Für ANNA „Ändern“ erlauben. Unterordner zunächst leer lassen; Datenträger und freien Speicher prüfen. Berechtigungen nicht durch „Jeder: Vollzugriff“ ersetzen.
SMB-Verschlüsselung wird nicht unterstützt
Aktuelles Windows und SMB 3 verwenden. Bei einem NAS dessen SMB-3-Verschlüsselung durch die IT prüfen lassen. Die Android-App stellt keine unverschlüsselte oder anonyme Ersatzverbindung her. Die Windows-App verwendet die Windows-SMB-Verbindung; die Freigabe muss entsprechend konfiguriert sein. SMB 1 löst dieses Problem nicht.
Set-SmbShare oder ein anderer Befehl wird nicht erkannt
SMB-Befehle gehören in Windows PowerShell, nicht in die Eingabeaufforderung. Windows PowerShell als Administrator auf dem Rechner mit der Freigabe starten. Die Benutzerbefehle „net user“ funktionieren auch in der Eingabeaufforderung; „Set-LocalUser“ wird für diese Anleitung nicht benötigt. In verwalteten oder eingeschränkten Umgebungen die IT hinzuziehen.
Eine abgeschlossene Anamnese ist noch nicht angekommen
Sie bleibt lokal verschlüsselt im ANNA-Archiv. Unter Windows nach Beheben der Verbindung die Anamnese im Archiv auswählen und „Speichern“ wählen; fehlgeschlagene Versuche werden nicht automatisch nachgesendet. Unter Android in der Netzwerkübertragung „Offene Übertragungen erneut senden“ wählen. Android wiederholt offene Übertragungen bei aktiver App bzw. beim nächsten Start/Fortsetzen. Das lokale Archiv wird durch eine erfolgreiche Übertragung nicht gelöscht.
Weiterführende Windows-Hilfe
Stand: 26. Oktober 2026. Menübezeichnungen können je nach Windows-Version abweichen.
- Microsoft: Dateifreigabe im lokalen Netzwerk
- Microsoft: Verschlüsselung und Offlinecache einer Freigabe einstellen
- Microsoft: SMB-Verbindungen im Netzwerk absichern
Bei Abweichungen zur allgemeinen Microsoft-Anleitung gilt für ANNA: Kennwortschutz beibehalten und verschlüsseltes SMB 3 verwenden.
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