Version 1.0 · Build 71
EDDA Bedienungsanleitung
Von der Installation bis zur geprüften Gesprächsdokumentation. Stand: 24. September 2026.
Was EDDA leistet
EDDA ist eine Windows-Anwendung zur KI-gestützten Dokumentation von Arzt-Patienten-Gesprächen. Sprache erscheint als bearbeitbarer Live-Text. Während der Aufnahme kann eine vorläufige Auswertung entstehen. Nach dem Stoppen wird der vollständige Live-Text mit der voreingestellten KI ausgewertet. Die fertige Dokumentation enthält Anamnese, Befund, Therapie und Aktueller Zustand. Inhalte vor der Übernahme fachlich prüfen. EDDA ersetzt keine ärztliche Entscheidung. Diese Anleitung beschreibt Version 1.0, Build 71.
Installation und Voraussetzungen
Laden Sie das MSI auf https://www.euvejo.de/download-edda.php herunter. EDDA benötigt Windows 10 oder neuer in 64 Bit, ein geeignetes Mikrofon, Internetzugang, eine gültige EDDA-Lizenz und einen eigenen passenden OpenAI-API-Zugang. Der Installer bringt die benötigten Laufzeiten mit. Standardpfad: %LOCALAPPDATA%\Programs\Euvejo\EDDA. Während der Installation können Sie ein Desktopsymbol auswählen. Starten Sie anschließend die installierte EDDA-Version über das Startmenü. Eine alte Debug-Version vorher regulär schließen.
EDDA Lizenz aktivieren
Im Euvejo-Benutzerkonto unter https://www.euvejo.de/profil.php finden Sie die EDDA-Lizenz mit Ablaufdatum. Neue registrierte Benutzer erhalten eine drei Monate gültige EDDA-Lizenz; maßgeblich ist das im Konto angezeigte Ablaufdatum. Öffnen Sie in EDDA Konfiguration und EDDA-Lizenz. Tragen Sie dort die zum Konto gehörende E-Mail-Adresse und den Lizenzkey ein. Bei vorübergehend nicht erreichbarem Lizenzserver kann eine zuvor bestätigte Lizenz bis zu sieben Tage offline genutzt werden, höchstens bis zum Lizenzablauf. Das macht die OpenAI-Spracherkennung nicht offline nutzbar. Niemals Lizenzkey oder Zugangsdaten in den Hilfechat eingeben.
OpenAI Zugang konfigurieren
Öffnen Sie Konfiguration. Tragen Sie Ihren eigenen OpenAI-API-Key ein. Der Link OpenAI-API-Key erstellen oder verwalten führt zur Schlüsselverwaltung. Wählen Sie den zum API-Projekt passenden Endpunkt: Standard oder Europa. Der Europa-Endpunkt setzt ein dafür freigeschaltetes Projekt voraus. Wählen Sie die voreingestellte Auswertung über GPT-Realtime oder ein OpenAI-Textmodell; beim Textmodell muss die Modell-ID für Ihr Projekt verfügbar sein. Klicken Sie OpenAI-Verbindung testen und anschließend Konfiguration speichern. Bei einer Endpunkt-Ablehnung Projektregion, Freischaltung und gewählten Endpunkt prüfen. Den Endpunkt nicht unbemerkt wechseln. Der Verbindungstest sendet keine Aufnahme und keinen Patiententext. API-Kosten entstehen zusätzlich zur EDDA-Lizenz. Ein ChatGPT-Abonnement ist kein API-Guthaben.
Eingabegerät und Aufnahme
Wählen Sie unter Eingabegerät das gewünschte Mikrofon. Prüfen Sie den Mikrofonzugriff in den Windows-Datenschutzeinstellungen und verwenden Sie einen ruhigen Raum. Klicken Sie Aufzeichnung starten. Die kleinen roten Lippen unten rechts im Arbeitsbereich des Bildschirms reagieren auf den Eingangspegel. Sie zeigen Aktivität, aber keine garantierte Erkennungsqualität. Klicken Sie Aufzeichnung stoppen, um die Aufnahme zu beenden. Danach startet die Auswertung des vorhandenen Live-Textes automatisch. Es findet dabei keine erneute vollständige Transkription vor der Auswertung statt. Aktuell wird ein Eingabegerät verwendet.
Live Text prüfen und manuell auswerten
Der Live-Text wird während des Sprechens in Absätzen angezeigt und kann bearbeitet werden. Sie können auch einen vorhandenen Text einfügen und mit Live-Text auswerten die Auswertung manuell starten. Prüfen Sie besonders Medikamentennamen, Zahlen, Mengen und Verneinungen. Deutliche Sprecherwechsel oder Bezeichnungen wie Arzt und Patient erleichtern die Interpretation. Verwenden Sie für Tests fiktive Daten. Fehler im Live-Text vor einem erneuten Auswertungsversuch korrigieren. Die separaten alten Tabs Transkript bearbeitbar und Originaltranskripte unverändert werden nicht mehr angezeigt.
Vorläufige Auswertung während des Gesprächs
Während der Aufnahme startet EDDA bei neuem Live-Text ungefähr alle 25 Sekunden eine vorläufige Auswertung. Höchstens eine solche Anfrage läuft gleichzeitig. Der Tab Vorläufige Auswertung zeigt einen noch nicht abschließenden Gesprächsstand. Spätere Aussagen können ihn verändern. Nach Aufnahmeende wird das vollständige Transkript abschließend ausgewertet. Zusätzliche Anfragen können zusätzliche API-Kosten verursachen. Der Tab Dokumentation erscheint erst nach erfolgreicher abschließender Auswertung.
Ergebnisse prüfen und kopieren
In Dokumentation stehen Anamnese, Befund, Therapie und am Ende Aktueller Zustand in getrennten bearbeitbaren Feldern. Unter der Überschrift jedes Abschnitts steht der Button Kopieren. Für die Anamnese klicken Sie auf Kopieren direkt unter Anamnese; entsprechend für Befund, Therapie und Aktueller Zustand. Sie können auch die gesamte Auswertung kopieren und in Ihr Praxisprogramm einfügen. Blutdruck beziehungsweise RR steht unter Befund. Die Therapie erhält keine zusätzliche Überschrift Plan. Prüfen Sie die Inhalte fachlich und korrigieren Sie sie bei Bedarf. EDDA überträgt die Dokumentation nicht automatisch in ein Praxisverwaltungssystem.
Medikamente und Einnahmeschemata
EDDA formatiert ausdrücklich genannte Einnahmen unter Therapie als Schema morgens-mittags-abends. Beispiel für die Schreibweise: Amoxicillin 1000 3 mal täglich wird zu Amoxicillin 1000 N1 (1-1-1). Amoxicillin 1000 zweimal eine wird zu Amoxicillin 1000 N1 (1-0-1). Diese Beispiele erklären die Formatierung und sind keine Therapieempfehlung. Genannte abweichende Mengen, Zeiten, Bedarfsbedingungen und Therapiedauer müssen erhalten bleiben. Nicht genannte Einheiten wie mg werden nicht ergänzt. Bei erkannten Medikamenten wird N1 ergänzt, wenn keine Packungsgröße genannt wurde; genannte Packungsgrößen haben Vorrang. Neue Verordnungen gehören in Therapie, bereits bestehende Medikation in die Anamnese. Alle Angaben vor Übernahme kontrollieren.
Quellen und Formatprüfung
Bei einem Quellen- oder Formatproblem zeigt EDDA eine kopierbare Fehlermeldung mit der zugeordneten Originalstelle aus dem Live-Text. Ist keine einzelne Stelle zuordenbar, wird der verwendete Live-Text vollständig angezeigt. Der Hinweis blockiert die automatischen Korrekturversuche nicht. Pro Auswertungsstufe sind bis zu zwei Korrekturversuche vorgesehen. Bleibt die Prüfung erfolglos, wird der bisherige Befund nicht durch das ungeprüfte Ergebnis ersetzt. Prüfen und korrigieren Sie die zitierte Stelle im Live-Text und starten Sie anschließend Live-Text auswerten erneut. Fehlermeldungen nur ohne Patientendaten an den Support weitergeben.
Erkennung verbessern
Verwenden Sie ein passend platziertes Mikrofon, vermeiden Sie Nebengeräusche und lassen Sie möglichst nur eine Person gleichzeitig sprechen. Sprechen Sie Zahlen, Einheiten und Medikamentennamen deutlich aus. Unter Konfiguration können Sie Medikamentennamen als Erkennungshilfe aktivieren und die Medikamentenliste durchsuchen. Die Liste ist eine Erkennungshilfe und garantiert keine richtige Transkription. Prüfen Sie den Live-Text vor der Übernahme des Ergebnisses. Ein Mikrofonpegel beweist nicht, dass die Sprache korrekt verstanden wurde.
Daten und Neustart
EDDA speichert Arbeitsdaten lokal und bereinigt beim nächsten Programmstart die Daten des letzten Gesprächs. Übernehmen und sichern Sie benötigte Ergebnisse vorher in Ihrem vorgesehenen Dokumentationssystem. Die lokale Bereinigung löscht keine bereits kopierten Inhalte oder Anbieterprotokolle. Bei aktivierter OpenAI-Spracherkennung und Auswertung werden dafür erforderliche Audio- beziehungsweise Textdaten an den konfigurierten OpenAI-Zugang übermittelt. Stellen Sie vor dem Einsatz die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen für Gesprächsaufzeichnung und Datenverarbeitung sicher. EDDA ist kein dauerhaftes Patientenarchiv. Im öffentlichen Hilfechat dürfen keine Patienten-, Befund- oder Zugangsdaten eingegeben werden.
Updates installieren
Die Versions- und Buildnummer finden Sie im About-Fenster links neben Konfiguration. EDDA prüft den Update-Server. Ein Update wird nach Zustimmung heruntergeladen; während des Downloads erscheint ein Fortschrittsbalken. Übernehmen Sie benötigte Gesprächsergebnisse vor dem Neustart. Alternativ können Sie das neue MSI von der EDDA-Downloadseite installieren. Das Update übernimmt den vorhandenen Installationspfad. Version 1.0 wird über fortlaufende Buildnummern aktualisiert.
Aktuell unterstützte KI
In Build 71 sind lokale KI und Deepgram in der Benutzeroberfläche ausgeblendet und deaktiviert. Für den aktuellen Arbeitsablauf wird OpenAI verwendet. Der Code für frühere Anbieter ist nicht gleichbedeutend mit einer aktuell nutzbaren Funktion. Für die Online-Spracherkennung und Auswertung ist eine Internetverbindung erforderlich. Es gibt keine automatische Ausweichübertragung an einen anderen Anbieter.
Hilfe und Grenzen
Der EDDA-Hilfechat beantwortet Fragen zur Installation, Konfiguration und Bedienung anhand der EDDA-Dokumentation. Er wertet keine Gespräche aus und gibt keine medizinischen Empfehlungen. Für eine konkrete Störung nennen Sie die Buildnummer und eine anonymisierte Beschreibung ohne Patienten- oder Zugangsdaten. Weiterführende Hilfe: https://www.euvejo.de/dokumentation-edda.php und https://www.euvejo.de/kontakt.php. Der Chat verwendet den serverseitigen OpenAI-Zugang; ist dieser nicht verfügbar oder ein Budgetlimit erreicht, antwortet er aus dem hinterlegten Hilfewissen. Der Hilfemodus wird angezeigt.